Kommt die Bundeswehr nach Friedberg?

Die Ray Barracks in Friedberg (Bild: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben)

Die sicherheitspolitische Notwendigkeit einer starken Bundeswehr ist unbestritten. Für die Entwicklungspläne meiner Heimatstadt Friedberg und der Region wäre eine Reaktivierung der Ray Barracks jedoch ein Einschnitt.

Zahlreiche Akteure – darunter das THW, die Feuerwehr, der Wetteraukreis sowie die Technische Hochschule Mittelhessen – haben Interesse an dem Gelände und teils konkrete Planungen für eine künftige Nutzung erarbeitet. Auch stünden kein oder zumindest weniger Flächen für Wohnungsbau und gewerbliche Entwicklung nicht mehr zur Verfügung. Auch befinden sich derzeit Flüchtlingsunterkunfte auf dem Gelände der “Ray Baracks”.

Die Entscheidung des Bundesverteidigungsministeriums steht noch aus und wird gegen Ende des Jahres erwartet. In den kommenden Wochen und Monaten wird das Ministerium in den Austausch mit der Stadt Friedberg und allen Beteiligten gehen. Nach den bisherigen Rückmeldungen ist das Interesse der Bundeswehr an den Friedberger Ray Barracks sehr groß. Umso wichtiger ist es, dass die Anliegen der Stadt Friedberg und der Region frühzeitig und ernsthaft in den weiteren Entscheidungsprozess einbezogen werden.

Unser Land braucht eine leistungsfähige Bundeswehr und damit einhergehend geeignete Standorte. Doch wenn die Friedberger Ray Barracks reaktiviert werden, wären die jahrelangen, verantwortungsvollen Planungen für die Stadtentwicklung mindestens in großen Teilen hinfällig. Die Herausforderung besteht nun darin, die Sicherheitsinteressen unseres Landes und die berechtigten Perspektiven unserer Stadt und Region in Einklang zu bringen. Genau dafür werde ich mich in Berlin und im engen Austausch mit allen Beteiligten nachdrücklich einsetzen.

 
Weiter
Weiter

Dr. Thomas Pauls in den Wetterauer Kreisausschuss berufen