Dr. Pauls löst Versprechen an die Ernst-Ludwig-Schule ein

Im Austausch mit den Schülerinnen und Schülern der Ernst-Ludwig Schule in Bad Nauheim

Bad Nauheim, 29.10.26. Haben sich die Prioritäten der Wählerinnen und Wähler verschoben, geht es ihnen vor allem um günstigere Preise oder noch um einen Diskurs über Werte? Mit dieser Frage eröffneten Schülerinnen und Schüler der Ernst-Ludwig-Schule in Bad Nauheim am 28. Oktober 2026 die Diskussion mit dem Wetterauer Bundestagsabgeordneten Dr. Thomas Pauls. Für ihn war der Besuch zugleich die Einlösung eines Versprechens. Als der PoWi-Leistungskurs der Q3 am 22. Juni den Bundestag in Berlin besuchte, konnte Dr. Pauls nicht nur per Videokonferenz dabei sein. Er sagte damals zu, die Klasse in der Schule zu besuchen. Gemeinsam mit zwei weiteren PoWi-Leistungskursen der Q1 diskutierte er nun vor Ort.

Nach einer kurzen Vorstellung seiner Arbeit in Berlin und im Wahlkreis stellte sich Dr. Pauls den Fragen der Oberstufenschüler, die sich durch große inhaltliche Tiefe auszeichneten. Dabei interessierte die Schülerinnen und Schüler die Zukunft der CDU und auch die der politischen Mitte insgesamt, die sich in Zeiten zunehmender Polarisierung behaupten muss. Ein Schwerpunkt lag auf dem Umgang mit der AfD und der Linkspartei. Die Jugendlichen wollten wissen, wie die demokratischen Parteien mit ihnen umgehen sollten, ob die Brandmauer zur AfD Bestand haben müsse und ob ein Parteiverbotsverfahren der richtige Weg sei. Dr. Pauls betonte, die extremen Parteien müssen inhaltlich gestellt werden, räumte aber ein, dass der Kampf gerade im Bereich der sozialen Medien ein schwerer ist. Zu einem Verbotsverfahren der AfD sagte er, wenn die Beweislage eindeutig ist, müsse es auch durchgeführt werden. Aktuell sieht er die Beweislage aber nicht gegeben. Ein kürzlicher E-Mail-Leak bei der AfD liefert hier aber möglicherweise neue Erkenntnisse.

Daneben ging es um Themen, die die Schülerinnen und Schüler unmittelbar betreffen. Dr. Pauls erläuterte die Hintergründe der Wehrpflicht, deren Wiedereinführung Pauls hofft vermeiden zu können. Dazu braucht es aber genügend Freiwillige und dafür wiederum ist essentiell, dass die Bundeswehr als Parlamentsarmee in der Mitte der Gesellschaft steht, wie beispielsweise beim Hessentag in Bad Vilbel. Beim Wahlrecht ab 16 waren die Schülerinnen und Schüler selber unentschlossen. Grob die Hälfte sprach sich dafür aus, währen die andere Hälfte dagegen war. Ein Beteiligung Jugendlicher, insbesondere auf kommunaler Ebene, hält Pauls allerdings für richtig. Mit Blick auf die Altersvorsorge ging er auf Frühstartrente und Altersvorsorgedepot ein und beantwortete Fragen zur Rentenreform, zu Minijobs und zu den hohen Spritpreisen.

Im Verlauf des Gesprächs kamen noch viele weitere Themen zur Sprache, z.B. Nahost, Ukraine, Künstliche Intelligenz, Datenschutz und die Digitalisierung der Schulen. Von einem Desinteresse der Jugend an politischen Themen konnte an diesem Morgen jedenfalls keine Rede sein.

 
Weiter
Weiter

Im Austausch mit zehnten Klassen der Stadtschule Butzbach