Versorgungssicherheit für Deutschland - Dr. Thomas Pauls zu Besuch bei DHL/Stada in Florstadt
Gemeinsam mit der ehemaligen Bundestagsabgeordneten Nicole Westig, die den Termin für Pharma Deutschland begleitete, hat sich der Wetterauer Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Pauls, MdB, vor Ort im STADA Warehouse Florstadt ein Bild davon gemacht, wie die Arzneimittelversorgung für den deutschen Markt organisiert wird. Konkret besuchte er das Lager "Florstadt 1", das zentrale Distributionslager von STADA für den deutschen Markt. Auf einer Fläche von 33.000 Quadratmetern sorgen dort rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür, dass Medikamente zuverlässig von der Produktion bis in Apotheken und Krankenhäuser gelangen. DHL führt für STADA die Logistik in dem Lager aus.
Bei einem Rundgang durch die Halle erlebten Dr. Pauls und Nicole Westig, mit welcher Taktung und Genauigkeit dort gearbeitet wird. Über die rund 2.500 Meter lange Fördertechnik innerhalb der Halle werden täglich bis zu einer halben Million Medikamentenpackungen kommissioniert. Diese werden anschließend in etwa 3.500 Mischkartons und rund 4.000 Originalkartons verpackt und in Summe auf rund 300 Paletten pro Tag an die Kunden ausgeliefert. Möglich wird dieses Tempo durch die Leistung der Kommissionärinnen und Kommissionäre vor Ort, deren Arbeit Dr. Pauls als beeindruckend bezeichnete.
„Man unterschätzt leicht, was es logistisch bedeutet, dass ein Medikament pünktlich in der Apotheke um die Ecke steht. Diese Zahlen machen greifbar, welche Leistung die Kolleginnen und Kollegen hier jeden Tag erbringen“, sagte Dr. Pauls im Anschluss an den Rundgang. „Die beste Forschung und Entwicklung hier in Deutschland nutzt nichts, wenn die Medikamente am Ende nicht dahin kommen, wo sie gebraucht werden. Florstadt zeigt, was für eine Leistung dahintersteckt.“
Im Anschluss an die Führung durch die Lagerhalle nutzte STADA das Gespräch mit Dr. Pauls und Nicole Westig auch, um einige aktuelle regulatorische Fragen anzusprechen, die das Unternehmen unmittelbar betreffen, etwa im Bereich der Verordnungspraxis bestimmter Arzneimittel sowie bei der Ausgestaltung von Rabattverträgen. Daneben ging es auch allgemeiner um Versorgungs- und Lieferkettensicherheit sowie um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen wie STADA in Deutschland. Für Dr. Pauls unterstrich der Besuch einmal mehr, welche Bedeutung die Gesundheitsindustrie für den Wirtschaftsstandort Deutschland und insbesondere für Hessen als einen ihrer wichtigsten Standorte hat. Die Koalition aus CDU/CSU und SPD hat sich im Koalitionsvertrag ausdrücklich dazu bekannt, die industrielle Gesundheitswirtschaft – allen voran die pharmazeutische Industrie – als Leitwirtschaft zu stärken; diesem Anspruch müsse nun auch praktisch Rechnung getragen werden.
Dr. Pauls betonte hierzu: „Wenn wir Lieferengpässe bei versorgungskritischen Medikamenten nachhaltig verhindern wollen, müssen wir die heimischen Logistik- und Produktionsstandorte stärken. Genau da erwarte ich vom Pharmadialog im Kanzleramt mutige Schritte: Wir brauchen flexiblere Regelungen bei der Medikamentenvergütung, spürbaren Bürokratieabbau und endlich Rahmenbedingungen, die Investitionen in heimische Standorte belohnen.“