Solve for Tomorrow: Wenn junge Menschen aus Ideen Lösungen machen
Als Schirmherr durfte ich in diesem Jahr das Idea Camp von Solve for Tomorrow, dem Innovationsprogramm von Samsung, begleiten und war dafür einen Tag in Eschborn vor Ort – an dem Tag, an dem die Jury ihre sechs Finalisten-Teams verkündet hat. Ich bin mit einem klaren Eindruck zurückgekehrt: Um die Zukunftsfähigkeit unseres Landes muss uns nicht bange sein, solange junge Menschen mit so viel Tatendrang, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein an die großen Fragen unserer Zeit herangehen.
Unter dem Motto „Tech for Life" haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezeigt, worauf es ankommt: Technologie ist kein Selbstzweck, sondern entfaltet ihren Wert dort, wo sie konkrete gesellschaftliche Probleme löst. Aus über 150 eingereichten Ideen sind in intensiven Tagen voller Workshops, Experten-Impulse und Pitch-Trainings durchdachte Projekte in den Feldern Gesundheit, Nachhaltigkeit und Sport entstanden. Hinter jedem dieser Ansätze steht der Wille, etwas zu bewegen.
Genau darin liegt für mich die eigentliche Botschaft dieses Wettbewerbs. Wir reden in der Politik viel über Deutschland als Innovationsstandort, über Gründergeist und über die Fachkräfte von morgen. Bei Solve for Tomorrow habe ich erlebt, dass dieses Potenzial längst da ist. Unsere Aufgabe als Politik ist es, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen – Talente früh zu fördern, unnötige Hürden abzubauen und jungen Menschen zuzutrauen, dass sie Verantwortung übernehmen. Wettbewerbe wie dieser sind dafür ein hervorragendes Beispiel, und es ist gut, dass die Wirtschaft hier Verantwortung übernimmt und in die nächste Generation investiert.
Besonders gefreut hat mich der unmittelbare Austausch mit den Teams. In vielen Gesprächen ging es nicht nur um den Stand ihrer Projekte, sondern auch um die Frage, welche Chancen und Hürden das Gründen in Deutschland mit sich bringt. Ich habe kluge Rückfragen bekommen und Menschen erlebt, die ihre Themen mit großer Ernsthaftigkeit verfolgen. Das war für mich nicht nur inspirierend, sondern auch ein wichtiges Signal: Die junge Generation will mitgestalten – und sie sucht den Kontakt zu Politik und Gesellschaft. Diesen Dialog dürfen wir nicht dem Zufall überlassen, sondern müssen ihn aktiv anbieten.
Wie vielfältig die Ideen sind, zeigen die sechs Teams, die sich für das Finale qualifiziert haben:
Air2Growth aus München will CO₂ mithilfe von Direct Air Capture direkt aus der Luft gewinnen und im Photobioreaktor in Mikroalgen umwandeln – zu einem CO₂-negativen Präzisionsdünger, der die Landwirtschaft stärken und den Treibhausgasausstoß senken soll.
Artemis Civil Systems aus Stuttgart setzt auf autonome Geländeroboter, die präzise Umwelt- und Infrastrukturdaten erfassen und Risiken wie Trockenstress, Waldbrände oder Schäden frühzeitig erkennen – auch dort, wo Satelliten an ihre Grenzen stoßen.
Cancer EarlySignal Lab aus Berlin denkt die Krebsfrüherkennung neu: Zunächst mit Fokus auf Brustkrebs entnehmen Nutzerinnen per Mikrosampling zu Hause eine Blutprobe, deren Biomarker eine KI im Zeitverlauf auswertet, um Veränderungen früh sichtbar zu machen.
Flowa aus Köln begleitet Menschen mit Stottern im Alltag – mit täglichen Challenges, Atem- und Achtsamkeitsübungen sowie KI-gestütztem Fortschrittstracking, um Sprechängste abzubauen und das Selbstvertrauen zu stärken.
Memphis aus Aschaffenburg entwickelt ein Wearable in Schmuckqualität, das Körpersignale analysiert und Betroffene Stunden im Voraus vor Migräne und Panikattacken warnen soll.
TrainBack aus Lingen schließlich bringt Reha und Prävention bei Sportverletzungen in eine App mit strukturierten Übungsplänen, um Wartezeiten auf einen Physiotherapieplatz zu überbrücken.
Sechs sehr unterschiedliche Wege, ein gemeinsames Anliegen: Technologie in den Dienst der Menschen zu stellen – ob in der Gesundheit, im Klimaschutz oder im Sport. Ich gratuliere allen sechs Teams sehr herzlich; sie haben sich ihren Platz mit Einsatz und überzeugenden Ideen verdient.
Auf das Finale Anfang September freue ich mich schon jetzt. Und ganz besonders freue ich mich darauf, die drei Gewinnerteams anschließend persönlich im Deutschen Bundestag begrüßen zu dürfen. Es hat für mich eine schöne symbolische Bedeutung, wenn junge Innovatorinnen und Innovatoren ihren Weg bis ins Herz unserer Demokratie finden – dorthin, wo über die Weichenstellungen für ihre Zukunft entschieden wird. Ich bin überzeugt: Von diesen Talenten werden wir noch hören.
Hier findet ihr weitere Informationen auf der Website von Samsung: https://news.samsung.com/de/das-finale-in-sicht-nach-dem-idea-camp-bei-samsung-stehen-die-top-6-teams-von-solve-for-tomorrow-2026-fest